GLASGOW COMA SCALE (GCS)

Die Glasgow Coma Scale ist das weltweit etablierte Standardinstrument zur Quantifizierung von Bewusstseinsstörungen bei Patienten mit akuten Hirnschädigungen. Sie bewertet die Tiefe und Dauer einer Bewusstlosigkeit anhand der drei Kategorien: Augenöffnung, verbale Reaktion und motorische Reaktion.

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GCS-Score (E4 V5 M6)

Interpretation

Normalbefund. Der Patient ist wach und orientiert.

Management & Interpretation

  • Schweregrad: Ein GCS-Score von 13–15 deutet auf eine leichte, 9–12 auf eine mittelschwere und ≤ 8 auf eine schwere Hirnschädigung hin.
  • Atemwegssicherung: Bei Patienten mit einem GCS ≤ 8 sollte die Indikation zur Intubation und definitiven Atemwegssicherung ("GCS 8 – Intubate!") dringend geprüft werden.
  • Verlaufskontrolle: Ein abfallender GCS-Wert (auch bei initial hohem Wert) ist ein kritisches Warnsignal und erfordert eine sofortige Re-Evaluation und ggf. Bildgebung.
  • Einschränkung: Der Score sollte nie isoliert, sondern immer im klinischen Gesamtzusammenhang (Pupillenreaktion, Vitalparameter) betrachtet werden.
Hinweis: Bei Kindern ≤ 2 Jahren sollte aufgrund der Sprachentwicklung stattdessen die Pediatric Glasgow Coma Scale (pGCS) angewendet werden.

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